Kurzguide zu Kaffeebohnen – die besten Kaffeevollautomat Bohnen

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Rund 150 Liter Kaffee trinkt jeder Bundesbürger im Durchschnitt pro Jahr. Der größte Teil davon wird mit Kaffeevollautomaten gebrüht. Interessante Informationen rund um das Thema Kaffeebohnen und was Sie bei der Auswahl der Kaffeebohnen für Ihren Kaffeevollautomaten beachten sollten, haben wir im folgenden Beitrag für Sie zusammengestellt.

Die beliebtesten Kaffeesorten – Arabica und Robusta

Weltweit sind mehr als 60 Kaffeesorten bekannt, von denen nur jedoch zwei kommerziell von Bedeutung sind: Coffea Arabica und Coffea Canephora – Robusta.

Coffea Arabica stammt ursprünglich aus Äthiopien und wird heute weltweit angebaut. Robusta wurde im Kongo entdeckt. Von dort aus hat sich diese Kaffeesorte bis nach Vietnam und darüber hinaus ausgebreitet. Etwa 60 % der weltweiten Kaffeeproduktion sind Arabica Bohnen und 30 % Robusta. Die restlichen 10 Prozent teilen sich verschiedene andere Kaffeesorten. Es gibt heute fünf Regionen, in denen Kaffee angebaut wird. Dies sind Süd- und Zentralamerika, die tropischen Ländern Afrikas, Asien und Ozeanien. Die größten Kaffeeproduzenten sind Brasilien, Kolumbien, Vietnam, Indonesien und Indien. Diese Länder bauen Kaffee hauptsächlich für den Export an. Zum Beispiel exportiert Brasilien jährlich rund 1,38 Millionen Tonnen Kaffee.

Kaffeeanbau – optimale Anbaubedingungen für den perfekten Kaffeegenuss

Kaffeepflanzen brauchen viel Regen, etwa 1.500 – 2.000 mm pro Jahr. Die optimalen Temperaturen für den Anbau unterscheiden sich je nach Sorte. Für Arabica ist eine Durchschnittstemperatur von 15 – 24 ° C erforderlich. Für den Anbau von Robusta sind es 24 – 30 ° C. Kaffeepflanzen sind extrem anfällig für Frost. Der perfekte Lebensraum der Kaffeepflanzen ist in großen Höhen. Für Arabica liegen die optimalen Anbaugebiete zwischen 1000 – 2000 m über dem Meeresspiegel. Robusta wird in Höhenlagen zwischen 100 und 700 m über dem Meeresspiegel angebaut. Je höher Kaffee angebaut wird, umso aromatischer sind die Bohnen. Boden und Umweltbedingungen haben ebenfalls einen sehr großen Einfluss auf die Geschmackseigenschaften.

Die Kaffeepflanze kann sehr groß werden und wird deshalb als Kaffeebaum bezeichnet. In der Wildnis erreichen Kaffeepflanzen eine Höhe von bis zu 10 Metern. Auf Kaffeeplantagen werden sie auf eine Höhe geschnitten, die für die Ernte am angenehmsten ist. Die Blüten der Pflanze sind weiß und riechen nach Jasmin und Orange. Die Kaffeefrucht hat ungefähr die Größe einer Kirsche. Wenn sie reif ist, ist die Farbe normalerweise dunkelrot oder gelb. Jede Frucht enthält zwei Kaffeebohnen. Die Beeren sind etwa neun Monate nach der Blüte reif für die Ernte.

Kaffeeernte – viel Handarbeit und nur wenige Maschinen

Je nach Sorte dauert es etwa 3 bis 4 Jahre, bis neu gepflanzte Kaffeebäume die ersten Früchte tragen. Kaffeekirchen reifen nicht alle gleichzeitig, so dass ein einzelner Baum mehrmals gepflückt werden muss. Es gibt normalerweise eine große Ernte pro Jahr. In Ländern wie Kolumbien mit zwei Kaffeeblüten pro Jahr ist die Kaffeeernte in eine Haupt- und Nebenernte aufgeteilt.

In den meisten Ländern werden die Kaffeekirchen von Hand gepflückt. Nur in Anbauregionen mit überwiegend flachen Kaffeeplantagen wie in Brasilien erfolgt die Ernte teilweise maschinell. Bei der Ernte werden zwei Methoden unterschieden: Strip Picked und Selectively Picked.

Beim Strip Picked werden alle Kirchen entweder von Hand oder maschinell gleichzeitig von einem Ast abgestreift. Selectively Picked, oder selektives Ernten bedeutet, dass nur die reifen Kirschen geerntet und einzeln von Hand gepflückt werden. Die Pflücker rotieren alle acht bis zehn Tage zwischen den Bäumen und wählen nur die Kirschen aus, die den höchsten Reifegrad haben. Da diese Art der Ernte arbeitsintensiv und kostspieliger ist, wird sie hauptsächlich zur Ernte der feineren Arabica Bohnen verwendet. Nach der Ernte werden die Kaffeebohnen vom Fruchtfleisch befreit und meistens unter freiem Himmel in der Sonne getrocknet, bevor sie in Säcke verpackt und verkauft werden.

Espressobohnen oder Kaffeebohnen – wo liegt der Unterschied?

Espressobohnen und Kaffeebohnen werden beide aus Arabica- und Robusta-Bohnen hergestellt. Kaffee- und Espressobohnen unterscheiden sich nur durch die Röstung. Espressobohnen werden länger und intensiver geröstet als Kaffeebohnen. Dadurch werden die Bohnen dunkler und ergeben den typischen, kräftigen Geschmack. Der höhere Öl Anteil der dunkel gerösteten Bohnen sorgt zusammen mit dem hohen Druck bei der Zubereitung und anderen Inhaltsstoffen für die Crema des fertigen Espresso.

Hell, mittel und dunkel – die Röststufen von Kaffeebohnen

Kaffeebohnen werden mit trockener Hitze und unter ständiger Bewegung geröstet, um ein gleichmäßiges Erhitzen sicherzustellen. Bei diesem Prozess werden Säuren, Aromen und andere Komponenten so ausgewogen, dass sie den Geschmack, den Nachgeschmack und den Körper des Kaffees verstärken. Wie lange Kaffee geröstet wird, hängt vom gewünschten Röstniveau ab. Normalerweise wird Kaffee für 5 – 8 Minuten geröstet und auf eine Temperatur von 180 ° C – 240 ° C erhitzt. Die Variation der Röstzeit hat einen wesentlichen Einfluss auf Geschmack, Aroma und Farbe des gebrühten Kaffees. Obwohl es mehrere Röststufen gibt, können sie in drei Hauptkategorien eingeteilt werden: hell, mittel und dunkel.

Helle Röstung: hell geröstete Bohnen liefern leichte, zarte Aromen und können oft etwas saurer sein. Da nur wenige Röstaromen entstehen, ist der ursprüngliche Geschmack der Bohne klar erkennbar. Hochwertige Bohnen mit sehr unterschiedlichen Geschmacksrichtungen werden oft nur hell geröstet, um den ursprünglichen Geschmack hervorzuheben. Diese Bohnen haben eine helle Farbe und eine trockene, matte Oberfläche.

Mittlere Röstung: mittel geröstete Bohnen haben eine schokoladenbraune Farbe, eine trockene Oberfläche und einen leicht süßlichen, toastigen und vollen Geschmack. Diese Bohnen haben weniger Säure als leicht geröstete Bohnen. Aufgrund des ausgewogenen Geschmacks ist dies der beliebteste Röstgrad auf dem kommerziellen Kaffeemarkt.

Dunkle Röstung: Dunkel gerösteter Kaffee wird so stark geröstet, bis der Zucker zu karamellisieren beginnt und die Öle aus der Oberfläche der Bohne austreten. Die Bohnen können einen leichten Glanz aufweisen oder ein öliges Aussehen haben. Der Geschmack von dunkel gerösteten Bohnen ist stark, rauchig und manchmal scharf. Der ursprüngliche Geschmack der Bohne wird durch die Röstaromen überdeckt. Deshalb werden oft Bohnen mit geringerer Qualität für dunklere Röstungen verwendet.

Die beste Kaffeebohnen für den Kaffeevollautomat

Für die Kaffeezubereitung in einem Kaffeevollautomaten können Sie die meisten gerösteten Arabica oder Robusta Kaffeebohnen verwenden. Nicht geeignet sind sehr ölhaltige Bohnen, die an ihrem Glanz leicht zu erkennen sind, wie zum Beispiel dunkel geröstete Espressobohnen. Durch das Öl kann das Kaffeemehl beim Mahlen verklumpen und das Mahlwerk des Kaffeevollautomaten verstopfen. Ebenso ungeeignet sind künstlich aromatisierte oder mit Zucker karamellisierte Kaffeebohnen, die ebenfalls zu einer Verstopfung des Mahlwerks führen können.

Die geschmackliche Vielfalt regionaler Kaffeebohnen ist so abwechslungsreich wie die Vielfalt bei Weinen aus verschiedenen Rebsorten und Weinbergen. Es lohnt sich, mit Kaffees aus verschiedenen Anbaugebieten und mit unterschiedlichen Röstungen zu experimentieren, um die Bohnen zu entdecken, die perfekt für Ihren Gaumen sind.

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