11 Dinge die beim Kaffeevollautomaten Kauf unbedingt beachtet werden sollten

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Ganz gleich, ob Milchkaffee, Espresso oder Cappuccino, mit einem Kaffeevollautomaten lassen sich schnell und einfach viele unterschiedliche Arten von Kaffee herstellen. Wer dieses Gerät kaufen möchte, sollte dabei auf verschiedene Kriterien achten, denn zwischen den vielen Herstellern, Modellen und Marken gibt es große Unterschiede. Der folgende Ratgeber erläutert, worauf es bei der Auswahl ankommt. Zum Thema auch interessant ist unser Kaffeevollautomat Test mit unseren besten Empfehlungen.

Kaffeevollautomat kaufen – worauf achten?

Kaffeevollautomaten sind kaum noch wegzudenken. Sie haben bei Kaffeeliebhabern längst die Standard-Filterkaffeemaschine abgelöst. Doch die Auswahl ist riesig und es gilt, unter den zahlreichen Geräten das richtige herauszufinden. Die wichtigsten Kaufkriterien sind:

1. Design und Verarbeitung

Für viele ist der Vollautomat Prestigeobjekt und Blickfang zugleich, an dem man sich jeden Tag aufs Neue erfreut. Ein wichtiges Kriterium ist daher das Design, das meist über den Preis entscheidet. Eine gut verarbeitete Maschine, die aus hochwertigen Materialien wie Edelstahl besteht, ist teurer. Preiswerte Geräte kommen eher unscheinbar daher. Besonders der Kaffeeauslauf sollte nicht aus Kunststoff bestehen. Von der Farbe her sind viele Modelle in Schwarz, Weiß, Silber oder Grau gehalten und integrieren sich somit harmonisch in die Kücheneinrichtung. Es gibt aber auch Kaffeevollautomaten in kräftigen Farben wie Rot, die ein Hingucker sind.

2. Größe und Maße des Vollautomaten

Neben einem ansprechenden Design sind auch die Maße der Maschine entscheidend. Ein sehr großer Vollautomat ist oftmals unpraktisch. Er sollte nicht klobig sein, um nicht unnötig Platz in Anspruch zu nehmen. Im Vorfeld sollte die Stellfläche, an der das Gerät stehen soll, ausgemessen werden. Hierbei gilt es zu bedenken, dass er für die Stromzufuhr auch nach hinten genügend Platz benötigt. Zudem muss es möglich sein, den Wassertank und Satzbehälter, der den Kaffeesatz auffängt, zu entnehmen. Bei hochwertigen Modellen sitzen diese vorn.

3. Größe des Wassertanks

Kompakte Modelle sind schmaler, verfügen jedoch über einen kleinen Wassertank. Allgemein sollte er ein Fassungsvermögen von mindestens 1,3 Litern haben. Große Tanks fassen zwei Liter oder mehr. Ist er zu klein, muss sehr häufig das Wasser nachgefüllt werden. Aus hygienischen Gründen ist es dennoch nötig, es täglich zu erneuern. Zu guter Letzt ist die Anzahl der Personen, die Kaffee trinken möchten, entscheidend. Im Idealfall lässt sich der Wassertank von vorn herausnehmen. Dies ist viel komfortabler, als den Vollautomaten jedes mal erst drehen zu müssen, um frisches Wasser in den Tank zu füllen.

4. Bedienbarkeit und Funktionalität

Die Funktionalität und Bedienbarkeit sind weitere wichtige Kaufkriterien. Die Anzahl an Funktionen beeinflusst, genau wie die verwendeten Materialien, den Preis. Hochwertige Kaffeevollautomaten bieten die verschiedensten Einstellungen, die den Komfort wesentlich erhöhen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Direktwahltasten für Kaffeespezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato
  • wählbare Temperatur, Stärke des Heißgetränks und Tassenfüllmenge
  • Vorbrühfunktion sorgt für sehr aromatischen Kaffee
  • Einstellungen für den Milchschaum bezüglich der Konsistenz und Menge
  • Tassenwärmer, ideal für Liebhaber von Espresso, der aus einer vorgewärmten Tasse getrunken wird
  • Heißwasserfunktion, falls ab und an auch Tee zubereitet werden soll
  • Display oder Touchdisplay, das bequem und ausführlich durch das Menü führt, sodass Fehlbedienungen nahezu ausgeschlossen sind

Auf dem Display sind unter anderem die ausgewählten Kaffeespezialitäten, Details zur Mahlstärke und Reinigung zu finden. Gute Geräte lassen sich intuitiv bedienen. Günstigere Automaten sind in der Funktionalität eingeschränkt. Bei hochwertigen Vollautomaten besteht die Möglichkeit, mehrere Benutzer-Profile anzulegen, um beispielsweise den Mahlgrad der Bohne und die Stärke des Kaffees individuell einstellen zu können. Bei stärkeren Bohnensorten genügt meist ein grober Mahlgrad, damit der Kaffee nicht zu bitter wird. Benutzerprofile sind in einem Mehrpersonenhaushalt sehr sinnvoll. Von Vorteil ist außerdem ein höhenverstellbarer Auslauf, damit unterschiedliche hohe Tassen und Gläser darunter passen. Die Beschreibung gibt Auskunft über die minimale und maximale Höhe. Eine Wasserstandsanzeige verdeutlicht jederzeit, wie viel Wasser noch im Tank vorhanden ist und ob es aufgefüllt werden muss. Moderne Kaffeevollautomaten lassen sich neben dem Display auch per App steuern, um das Gerät beispielsweise vom Bett aus zu bedienen.

5. Brühgruppe

Die Brühgruppe ist das Herz des Kaffeevollautomaten. Hierbei wird zwischen mobilen und fest verbauten Brüheinheiten unterschieden. Die herausnehmbare Brühgruppe lässt sich zusätzlich mit der Hand reinigen und bietet den Vorteil, dass ein Austausch durch Ersatzteile möglich ist. Die Brühgruppe ist für den Geschmack wichtig. Das Wasser wird durch das Kaffeepulver gepresst. Der Druck kann variieren. Er sollte möglichst hoch sein, um ein Kaffee-Getränk mit dem bestmöglichen Geschmack zu erhalten. Gängig sind beim Pumpendruck 15 bar. Professionelle Modelle pressen mit 19 bar. Bei zu geringem Druck dauert der Durchfluss des Wassers länger. Dies begünstigt Bitterstoffe im Kaffee.

6. Das richtige Mahlwerk

Beim Scheibenmahlwerk werden die Bohnen zwischen zwei Scheiben gemahlen. Eine ist fixiert und die andere wird durch einen Motor betrieben. Deren Abstand entscheidet darüber, wie grob das jeweilige Kaffeemehl wird. Der Vorteil ist das leise Betriebsgeräusch. Beim Kegelmahlwerk wird der Kaffee durch einen integrierten Kegel gemahlen und anschließend aufgebrüht. Das Mahlgut röstet nicht nach. Es ist verhältnismäßig klein und daher gern in den Geräten verbaut. Sowohl das Scheiben- als auch Kegelmahlwerk können aus Keramik oder Stahl bestehen. Letzteres ist wesentlich robuster. Dies ist von Vorteil, falls beispielsweise mal ein Stein unter die Bohnen gerät. Bei sehr günstigen Automaten ist ein Schlagmahlwerk verbaut. Doch hier wird laut diverser Tests der schlechteste Kaffee zubereitet.

7. Verstellbarer Mahlgrad

Die Qualität eines Mahlwerks hängt auch von der Anzahl der Mahlgrade, die zur Verfügung stehen, ab. Je feiner der Grad eingestellt werden kann, umso besser entfalten sich die Aromen. Der Mahlgrad beeinflusst den Geschmack und die Stärke des Kaffees erheblich. Daher ist ein Vollautomat mit verstellbarem Mahlgrad vorteilhaft. So ist für jeden Kaffeetrinker das Passende dabei.

8. Kaffeebohnenfach und Aromaschutz

Im Kaffeebohnenfach, das auch als Kaffeebohnenreservoir bezeichnet wird, liegen die Bohnen, bis sie gemahlen werden und der Kaffee gebrüht wird. Ideal ist ein großes Reservoir, um ein zu häufiges Auffüllen zu vermeiden. Zudem ist ein Aromaschutzsystem wichtig, denn die Bohnen liegen länger im Fach und sollten in dieser Zeit nicht ihr Aroma verlieren.

9. Leistung und Lautstärke

Wie lange die Zubereitung der verschiedenen Kaffeespezialitäten dauert und wie laut das Gerät dabei arbeitet, unterscheidet sich zum Teil stark zwischen diversen Modellen. Durchschnittlich ist eine Tasse Kaffee in nur einer Minute und ein Milchgetränk in ungefähr 1,5 Minuten fertig. Wer eine hohe Lautstärke vermeiden möchte, sollte beachten, dass das Gerät mit „extra leises Mahlwerk“ gekennzeichnet ist.

10. Zubereitung des Milchschaums

Ohne guten Milchaufschäumer ist der Vollautomat viel weniger wert, denn nur auf diese Weise lassen sich Kaffeespezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato gekonnt zubereiten. Doch bezüglich des Milchschaum-Systems gibt es hinsichtlich der Qualität erhebliche Unterschiede. Höherwertige Vollautomaten punkten beim Milchschaum meistens mit besseren Systemen. Bei Einsteiger-Modellen gibt es in der Regel lediglich eine Aufschäum-Düse. Die Milch wird damit von Hand aufgeschäumt. Die entsprechende Düse bringt den Wasserdampf und die Luft unter die Oberfläche der Milch. Bei One-Touch-Geräten erfolgt die Zubereitung des Schaums nicht separat, sondern automatisch durch Tastendruck. Verfügt der Kaffeevollautomat über zwei getrennte Heizkreisläufe, ist die Ausgabe des Kaffees besonders schnell. Eine integrierte Säuberungsfunktion sorgt für eine einfache Reinigung des Systems.

11. Reinigung und Stromverbrauch

Die regelmäßige, gründliche Reinigung des Kaffeevollautomaten ist für eine gleichbleibend hohe Qualität der Getränke wichtig. Ein automatisches Reinigungsprogramm für die Kaffee- und Milchleitungen und zur Entkalkung des Geräts bietet große Vorteile. Dies ersetzt jedoch nicht die manuelle Reinigung verschiedener Teile wie Auffangschale, Milch-, Trester- und Bohnenbehälter, Brühgruppe etc. Sie sollten sich einfach reinigen lassen. Ein Filter für die Säuberung des Wassers ist inzwischen Standard. Diese Geräte müssen seltener entkalkt werden, da sie entsprechende Stoffe herausfiltern, was vor allem in Regionen mit kalkhaltigem Wasser ideal ist. Bei hochwertigen Vollautomaten lässt sich die Brühgruppe herausnehmen und separat reinigen. Das Gleiche betrifft das Mahlwerk. Dadurch werden Ablagerungen von Kaffeeresten vermieden, die den Geschmack der Getränke beeinträchtigen können. Nach der Reinigung ist die anschließende Trocknung der Teile zur Vermeidung von Schimmel wichtig. Ein stromsparender Kaffeevollautomat schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Kaffeevollautomat mit Bohnen

Zusammenfassung

Ein Kaffeevollautomat bietet Kaffeeliebhabern den bestmöglichen Geschmack und viel Komfort. In der Regel reicht ein Knopfdruck aus und das Gerät mahlt den Kaffee aus den Bohnen und bereitet verschiedene Spezialitäten zu. Dies waren die wichtigsten Kriterien, die es beim Kauf des Kaffeevollautomaten zu beachten gibt. Die Größe und Optik sind nicht unbedeutend. Das Gerät sollte zudem aus hochwertigen Materialien gefertigt sein und ein leicht verständliches Bedienungsmenü aufweisen. Ein guter Kaffeeautomat erklärt sich selbst bzw. führt intuitiv durch die Bedienung. Des Weiteren entscheidend sind ein ausreichend großer Wassertank und Bohnenbehälter, höhenverstellbarer Kaffeeauslauf, eine herausnehmbare Brühgruppe als Herzstück des Automaten und das Mahlwerk des Geräts. Welches Milchsystem sinnvoll ist, hängt davon ab, wie oft Milchspezialitäten getrunken werden. Moderne Kaffeevollautomaten sind mit einer fortschrittlichen Technik und verschiedenen Zusatzfunktionen ausgestattet. Hier spielen die persönlichen Anforderungen eine Rolle.

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