Darum sollten wir Fair Trade Kaffee trinken

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Kaffee, Tee, Kakao, Reis, Orangensaft, aber auch Textilien haben einen langen Weg hinter sich, bevor sie in die deutschen Läden kommen. Für uns als Verbraucher sind solche Produkte selbstverständlich. Sie gehören zum täglichen Leben dazu. Haben Sie sich schon einmal gefragt, unter welchen Bedingungen diese Produkte angebaut oder verarbeitet wurden?

Häufig arbeiten die Menschen, die mit der Produktion beschäftigt sind, unter unmenschlichen Bedingungen. Jeder Verbraucher kann selbst zu fairen Arbeitsbedingungen und einer nachhaltigen Produktion beitragen, indem er Produkte aus Fair Trade kauft. Fair Trade bedeutet „fairer Handel“ und schließt den Schutz der Umwelt sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen ein. Auch Kaffee können Sie aus Fair Trade kaufen. Fair Trade Kaffee ist gesünder und stammt aus gerechten Handelsbeziehungen.

Entscheiden Sie sich für Fair Trade Kaffee, stellen Sie eine wichtige Weiche für die Zukunft und für bessere Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern.

Geringer Marktanteil von Fair Trade Kaffee

Fair Trade Kaffee ist bereits seit einigen Jahren erhältlich, doch hat er leider noch nicht den Massenmarkt erobert. Im Jahr 2017 betrug der Anteil von Fair Trade Kaffee am Gesamtabsatz von Röstkaffee in Deutschland gerade einmal 4,8 Prozent. Fair Trade Kaffee wird inzwischen nicht nur in Bioläden und in Weltläden, sondern auch in Supermärkten und sogar in Discountern angeboten. Laut Fair Trade-Jahresbericht gehören Tchibo und Darboven zu den Vorreitern unter den Kaffeeröstern, die Kaffee aus fairem Handel anbieten. Bei den Handelsketten hat REWE mit Fair Trade Kaffee die Nase vorn. Einige Discounter gehen bereits mit ihren Eigenmarken mit gutem Beispiel voran und bieten Kaffee aus fairem Handel an.

Fair Trade – eine Entscheidung für gesünderen Kaffee

Ein wichtiges Argument für Fair Trade Kaffee ist der Aspekt für die Gesundheit. Der Umweltschutz ist eine der wichtigsten Regeln im fairen Handel. Fair Trade schreibt nicht zwingend eine ökologische Landwirtschaft vor, doch dürfen beim Anbau keine Pestizide verwendet werden. Das macht die Qualität des Kaffees besser. Der Bio-Aufschlag, den Sie für Fair Trade Kaffee zahlen müssen, hat seine Berechtigung. Er fördert die ökologische Landwirtschaft in den Anbauländern. Von den Produkten aus Fair Trade haben 73 Prozent auch ein Bio-Zertifikat. Beim Kaffee sind sogar 77 Prozent Bio-zertifiziert. Auch die Gentechnik ist beim Fair Trade verboten. Sie trinken nicht einfach nur Kaffee, sondern gesünderen Kaffee.

Kaffee aus gerechtem Handel

Gegenstand von Fair Trade sind gerechtere Handelsbeziehungen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für die Kaffeebauern. Alle Handelspartner sollen von ihrer Arbeit ein lebenswertes Leben führen können. In vielen kaffeeproduzierenden Ländern müssen die Kaffeebauern noch unter unwürdigen Bedingungen und für wenig Geld arbeiten. Häufig besteht kein geregelter Zugang zu den Exportmärkten. Aufgrund der schwankenden Weltmarktpreise können die Produktionskosten häufig nicht gedeckt werden. Ernterückgänge oder Ausfälle aufgrund des Klimawandels sind für viele Kaffeebauern existenzbedrohend. Das soll durch Fair Trade geändert werden. Für die Produzenten gelten garantierte Mindestpreise. Die Bauern sind damit keinen Weltmarktschwankungen ausgesetzt und können sich an die Auswirkungen des Klimawandels besser anpassen. Zur Verbesserung der sozialen Arbeitsbedingungen gewährt Fair Trade eine Unterstützung. Die Verhandlungsposition von kleinbäuerlichen Organisationsstrukturen wird verbessert. Wichtige Ziele von Fair Trade sind der Verzicht auf Kinderarbeit und die Weiterbildung.

Weichen stellen für die Zukunft

Mit der Entscheidung für Kaffee aus fairem Handel stellen Sie Weichen für die Zukunft. Schätzungen zufolge sind ungefähr 25 Millionen Menschen weltweit direkt mit dem Anbau, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Kaffee beschäftigt. Diese Zahl wird indirekt noch größer, da der Deutsche Kaffeeverband schätzt, dass 125 Millionen Menschen von Kaffee leben. Für die Entwicklungsländer ist Kaffee das zweitwertvollste Exportprodukt. Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Kaffeeimporteur. Kaufen Sie konsequent Fair Trade Kaffee, tragen Sie zu einer faireren Gestaltung eines riesigen Marktes bei.

Eine Entscheidung für die Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur Umweltschutz. Es geht darum, unsere Umwelt auch für die folgenden Generationen zu erhalten und das Leben lebenswert zu gestalten. Neben dem ökologischen Aspekt geht es beim Fair Trade auch um soziale und ökonomische Gesichtspunkte. Wichtige Kriterien für Fair Trade sind der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser als Ressource, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Verringerung der Müllproduktion. Die Mitarbeiter werden für den Umweltschutz geschult. Eine clevere Entscheidung für die Nachhaltigkeit treffen Sie mit dem Kauf von Fair Trade Kaffee mit einem Bio-Siegel.

Kaffee zu einem gerechten Preis

Der Preis für Fair Trade Kaffee ist etwas höher als für konventionellen Kaffee, denn Sie zahlen einen Bio-Aufschlag. Deutschland gehört zu den reichsten Nationen der Welt. Wir können es uns leisten, den Preis für Fair Trade Kaffee zu zahlen. Um unseren Mitmenschen in den Entwicklungsländern ein lebenswertes Leben zu ermöglichen und sie bei einer ökologischen Landwirtschaft zu unterstützen, sollten wir bereit sein, diesen Preis zu zahlen. Sie müssen für den fair gehandelten Kaffee nicht viel Geld ausgeben. Auch beim Fair Trade Kaffee gibt es teurere und preiswertere Sorten. Ebenso kommt es darauf an, ob Sie bei einem Discounter oder in einem Laden der gehobenen Preisklasse kaufen.

Argumente, die nicht gerechtfertigt sind

So wie bei allen Produkten und Systemen, die als besser angepriesen werden und für die ein Aufpreis verlangt wird, gibt es auch beim Fair Trade Kaffee Gegenargumente und Kritiken. Solche Gegenargumente sollten wir genauer hinterfragen. Ein solches Argument ist, dass es sich beim Siegel für Fair Trade um Betrug handelt. Es gibt immer wieder Anbieter, die versuchen, mit einem Siegel ein Produkt zu vermarkten und einen höheren Preis zu verlangen. Bei Fair Trade Kaffee steht das Siegel dafür, dass die Kaffeebauern von dem Aufpreis profitieren. Kritiker bringen das 20-Prozent-Argument an und meinen, dass nur 20 Prozent des Kaffees aus fairem Handel kommen. Bei Mischprodukten wie Schokolade müssen lediglich 20 Prozent der Zutaten aus fairem Handel kommen. Kaffee ist kein Mischprodukt. Fair Trade Kaffee stammt deshalb zu 100 Prozent aus fairem Handel. Denken Sie daran, dass Sie mit konventionellem Kaffee die Kinderarbeit und die Umweltzerstörung fördern. Mit Fair Trade können Sie das ändern.

Fazit: Fair Trade Kaffee – eine gute Entscheidung

Für Fair Trade Kaffee sprechen viele Argumente. Die Kaffeebauern erhalten eine faire Entlohnung und können auch in Krisenzeiten von ihrem Einkommen leben. Beim Fair Trade wird Wert auf Umweltschutz und den Verzicht auf Pestizide gelegt, was den Kaffee gesünder macht. Fair Trade bedeutet Nachhaltigkeit mit Ökologie, Ökonomie und sozialen Bedingungen. Mit dem Aufschlag werden die Bedingungen der Kaffeebauern verbessert.

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